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SVP - Jugend braucht Freiräume

29 August, 2014 | News

Die Junge Generation in der SVP kritisiert das negative Jugendbild, das in der Medienberichterstattung der vergangenen Tage vor allem im Zusammenhang mit einem Festival in St. Jakob/Bozen entstanden ist. „Für Jugendliche ist es aufgrund unterschiedlicher Auflagen und Vorurteilen immer schwieriger, Veranstaltungen für Gleichaltrige zu organisieren“, bemerkt der SVP-Landesjugendreferent René Tumler. Die Junge Generation möchte dies auch mithilfe ihres Landesrates Philipp Achammer aktiv angehen und daran arbeiten, dass die Rahmenbedingungen für die Veranstalter/-innen und Lokalbetreiber/-innen vereinfacht werden – wie dies mit dem neuen Omnisbus-Gesetz bereits zum Teil geschehen ist.

In den vergangenen Jahren wurden die Freiräume für Jugendliche nicht nur rarer, sondern zum größten Teil auch aus dem urbanen Raum ausgelagert. So fand beispielsweise das Boom-Festival vor Kurzem nicht in Bozens Zentrum, sondern fernab in der Gewerbezone Bozen-Süd statt. Das Miracle Hill Festival musste in die Industriezone verlegt werden. „Dieser Trend ist zwar durchaus verständlich, andererseits aber auch zu hinterfragen. Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn sie die Jugendlichen zum Feiern aus der Stadt hinausverbannt?“, gibt Tumler zu bedenken.

In diesem Sinne begrüßt die Junge Generation den Verwaltungsomnibus-Entwurf, der vom Ersten Gesetzgebungsausschuss unter der Leitung von Magdalena Amhof genehmigt wurde. Für Veranstaltungen mit maximal 200 Gästen, die nur bis Mitternacht dauern, gilt nun die Meldung an die Gemeinde als Genehmigung. „So können diese Veranstaltungen wesentlich unbürokratischer als bisher abgewickelt werden. Davon profitieren Jugendliche, die kreativ sind und mitgestalten wollen“, erklärt Amhof. Sie wertet zudem die Tatsache als Erfolg, dass in der Landeskommission für öffentliche Veranstaltungen künftig auch Vertreter/innen der Jugend sitzen werden.

Der von Landesrat Philipp Achammer in der Landesregierung eingebrachte Abänderungsantrag zum Verwaltungsablauf muss nun noch vom Landtag genehmigt werden. Im Bereich der Jugendkultur sei vieles in Bewegung. Landesrat Achammer weist unter anderem auf die Arbeitsgruppe hin, die derzeit ein Maßnahmenpaket auf Landesebene ausarbeitet. „Auch die Junge Generation arbeitet weiter konsequent, gemeinsam mit dem zuständigen Landesrat an einem Ausbau der Freiräume für die Jugend“, betont Landesjugendreferent René Tumler.

Man sei sich bewusst, dass es bei Veranstaltungen immer wieder Personen gebe, die Unruhe stiften. Dieses Verhalten beschränke sich leider nicht auf eine Altersgruppe und könne darum nicht ausschließlich der Jugend angelastet werden. „Interessanterweise landen die ‚Ausrutscher‘ bei Dorffesten, Kirchtagen, Sommernachtsfesten und ähnlichen Veranstaltungen aber nie in den Schlagzeilen – obwohl die Feierlichkeiten zumeist im Stadt- oder Dorfzentrum stattfinden“, so der Landesjugendreferent.

„Ausgehen, Spaß haben, Musizieren und Musik hören dürfen kein Verbrechen sein!“, unterstreicht René Tumler. Jugendkultur brauche Freiräume, Unterstützung und vor allem Verständnis vonseiten der Bevölkerung. Dafür werde sich die Junge Generation in der SVP auch weiterhin stark machen.