Andy_Hartner_studioDer Schauspieler Andreas Hartner aus Bozen war Gast im letzten „Montagstreff“. Er hat vier Jahre lang in Vancouver/Kanada die „Vancouver Film School“ besucht und dort seine Ausbildung absolviert. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse berichtete er in der Sendung. Wer längere Zeit in Kanada leben möchte, sollte wissen welche Voraussetzungen man erfüllen muss. Allein das Ansuchen ums Visum ist eine kleine Wissenschaft für sich. Ist diese Hürde aber genommen und der positive Bescheid gekommen, kann das Abenteuer beginnen und für Andy Hartner war es ein sehr spannendes, das sein Leben nachhaltig veränderte.

Was viele nicht wissen: Vancouver wird auch das „Hollywood des Nordens“ genannt . Hier gibt es zahlreiche Filmstudios, hier werden große Produktionen, Spielfilme und Serien gedreht. Andy lernte an der Film School das „Acting for Film + Television“, eine Ausbildung, die einen durchaus an die eigenen Grenzen bringt, fordert sie doch die Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, sich kennenzulernen, in sich hineinzuschauen, eine Art Psychotherapie zu duchlaufen. Neben Sprechtechnik, Gesang und Bewegung stand natürlich das Einstudieren verschiedenster Szenen auf dem täglichen Programm, die Arbeit mit der Kamera, aber auch der eigene Auftritt beim Casting, das „Sich-Präsentieren“.

Nach der vierjährigen Ausbildung begann für Andy das, was den meisten Jungschauspielern bevorsteht: der Kampf um die Rolle. Gut, wenn man ein zweites Standbein hat, das einen finanziell absichert. Das hatte Andy dank einer Ausbildung an der Meraner Landesfachschule Kaiserhof. Als Caterer betreute er verschiedene Filmproduktionen und kam so auch in Kontakt mit den verschiedensten Größen der Schauspielbranche: Cristopher Waltz, Tom Cruise oder Bryan Cranston (Breaking Bad) – um nur einige zu nennen.

Bürokratische Umstände brachten Andy schließlich zurück nach Südtirol bzw. München, wo er aktuell seinen Lebensmittelpunkt hat. Die Genehmigung für ein neues Arbeitsvisum zog sich zu sehr in die Länge. Auch in München arbeitet er als Schauspieler und in Südtirol hat er vor kurzem mit seinem Kollegen Ricardo Angelini ein neues Projekt angestoßen: eine eigene Webserie für Südtirol. In den letzten Monaten waren kreative Köpfe aufgerufen, ihr Konzept für eine Crime-Serie einzureichen, der Gewinner wird in Kürze ermittelt, im kommenden Jahr sollen die Dreharbeiten beginnen.

Das Fernweh holt Andy von Zeit zu Zeit wieder ein und so ist es auch nicht sicher, ob es ihn nicht eines Tages doch wieder nach Vancouver verschlagen wird. Erst einmal hat er aber hier zu tun und er wird in diesem Jahr auch noch ein weiteres Mal Gast im „Montagstreff“ sein. Darauf darf man sich freuen, denn Andy erzählt äußerst interessant und spannend, bildhaft und mitreißend. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie im Download nachhören und wer mehr über Andys aktuelles Projekt hier in Südtirol wissen möchte, wird im Web unter www.crimetube.bz fündig.