| Patrik Cottet Moine gewinnt den 5. Europäischen Kleinkunstwettbewerb |
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| Samstag, 11. November 2006 - 16:34 | |
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Am Mittwoch präsentierte die aus der Schweiz stammende Monique
Schnyder als Mamalou eine Mischung aus Bewegungstheater und Verwandlungskunst.
Anschließend sorgte das ebenfalls aus der Schweiz stammende Frauentrio
miRabellen mit musikalischen Geschichten für ein außergewöhnliches Hörerlebnis.
Die aus Nord- und Südtirol stammende Gruppe Tris beendete den Abend mit
herzerfrischend verrückter Clownerie. Den zweiten Wettbewerbsttag eröffnete der Italiener Claudio Cinelli mit seiner Gruppe Porte Girevoli. Mit ausgefeilten Techniken wurden Hände, Stoffe, Federn, Brillen in höchst ungewöhnliche Figuren verwandelt. Poetisches Clowntheater mit viel Gestik, Mimik und Situationskomik lieferte danach die Schweizer Compagnie Schafsinn. Der aus Belgien angereiste Künstler Joseph Collard sorgte bei den Zuschauern für Lachkrämpfe. Er verzichtete fast gänzlich auf das Wort, aber alle konnten ihn trotzdem sehr gut verstehen. In einer Universalsprache, extraordinärer Mimik und clownesken Bewegungen, die an Trickfilmfiguren erinnerten, interpretierte er verschiedene Stationen aus seinem Leben. Am Freitag kamen zuerst Thomas & Lorenzo vom Schweizer Teatro del Chiodo an die Reihe. Die beiden bemühten sich, anspruchsvolle Stücke von Schubert, Brahms und Bach zu spielen, aber immer kam – sehr zum Vergnügen des Publikums – etwas Unvorhergesehenes dazwischen. Priska Elmiger, ebenfalls Schweizerin, präsentierte eine fiktive Geschichte, in der sich Fantasie und Zauberei die Hand reichten. Beeindruckender Abschluss war die Performance vom Franzosen Patrik Cottet Moine. Durch pantomimische Präzision gelang es ihm, die unterschiedlichsten Charaktere und Situationen auf der Bühne nachzustellen. Seine skurrilen und urkomischen Grimassen wirkten einem Stummfilm entnommen und begeisterten die Zuschauer.
Wie es das Reglement des “Roner surPrize” vorschreibt, mussten alle Darbietungen die Bedingungen erfüllen und ohne Worte oder mehrsprachig präsentiert werden. Die Verständlichkeit über Grenzen hinweg ist eine wichtige Charakteristik dieses Wettbewerbs.
Erstmalig in der Geschichte des “Roner surPrize” war das Publikum derselben Meinung wie die Fachjury. Auch die Zuschauer wählten Cottet Moine zu ihrem Liebling, der sich über einen weiteren Scheck von 1.500 Euro freuen durfte und gleich zwei Trophäen, heuer gestaltet vom Südtiroler Künstler Josef Rainer, mit nach Hause nehmen konnte.
Ein aufrichtiges Dankeschön geht an die Firma Roner, die bereits seit fünf Jahren diese weit über unsere Landesgrenzen hinausreichende, einmalige Initiative finanziell unterstützt.
Fotos: Florian Puff: - Siegerehrung (von links Patrik Cottet Moine, Peter Schorn, Karin Roner, Robert Asam, Gabi Veit) - Gruppenfoto aller teilnehmenden Künstler - Foto der Trophäen von Josef Rainer, die jeweils ein kleines Theater mit Innenleben darstellen.
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