Die Ausstellung "Ophelia's world" ist die Fortsetzung
eines Projektes, das wir 2004 mit der Gruppenausstellung "Innocence &
Violence" (Unschuld & Gewalt) begonnen haben,
und das sich mit dem Schaffen
von Künstlerinnen im Kontext frauenspezifischer Fragestellungen
auseinandersetzt.
Thema dieser Ausstellung ist Ophelia, William
Shakespeares Figur aus "Hamlet", die sich im Diskurs von Weiblichkeit,
Schönheit, Natur und Tod in den letzten beiden Jahrhunderten zu jener
kollektiven Phantasiegestalt entwickelt hat, die sie heute ist. Immer wieder
wurde die Figur der Ophelia von Künstlern nachfolgender Generationen
aufgegriffen und auf diese Weise - in der Verschmelzung mit der sie umgebenden
Natur, mithin dem Element Wasser - zum symbolischen Bild von
Weiblichkeit.
In dieser Ausstellung geht es um eine Recherche zu
unterschiedlichen Themen rund um diese Kunstfigur, mit dem Hintergrund, über
einen vielschichtigen Zugang anhand von Werken junger zeitgenössischer
Künstlerinnen ihre Bedeutung für ein Frauenbild von heute in Erfahrung zu
bringen. Nicht zuletzt geht es um die Darstellung von Bildern, Phantasien und
Realitäten in Bezug auf eine zeitgenössische Konzeption von Weiblichkeit, sowie
um den Blick, den zeitgenössische Künstlerinnen darauf werfen.
Bildtitel:
- Asta
Gröting, "Die Schwimmerin", 1997 (mit Marlen Thamm), 35 mm Film übertragen auf DVD (Farbe, Sound),
7'45''
- Marzia Migliora, Ortiche
/ Nettles, 2001, video,
DVD, Sound, Farbe, 2'46", Videoprojektion
- Una Hunderi, Fotografie
aus der Serie "Domestic Landscapes", 104 x 130 cm, Foto,
2002
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