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Sie grünt so grün, leuchtet aber auch in vielen anderen Farben: die Edition 2007 der Meranflora, der renommierten Zierpflanzenausstellung samt Blumenmarkt im Herzen von Meran, die von 27. April bis 6. Mai 2007 zum nunmehr 12. Mal die Passerpromenaden schmücken wird. Diese große Blumenschau wird alle zwei Jahre abgehalten und spiegelt wie kein anderes Event die charakteristische Ausstrahlung Merans als „Gartenstadt“ wieder.
Große Neuheit der diesjährigen Auflage von Meranflora, für die das Motto „art & energy“ gewählt wurde, ist der Wettbewerb „Der Große Preis der Gartenstadt Meran“, der in ganz Europa ausgeschrieben wurde und auf großes Echo und Begeisterung in der Branche gestoßen ist. Laut Reglement der Ausschreibung mussten die eingereichten Projekte von „Ópla“ inspiriert worden sein, dem Archiv der Künstlerbücher für Kinder der Stadtbibliothek Meran. Über 60 Anmeldungen aus ganz Europa (Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Österreich und den Niederlanden) sind für die Teilnahme eingelangt. Aus dieser Fülle wählte eine Fachjury sorgfältig jene 12 Kandidaten aus, die ihre Vorschläge nun auf der Winterpromenade dem Publikum zeigen werden. Unter ihnen werden dann während der Meranflora die drei Gewinner des Preises ermittelt.
Synergieeffekte für die Bewerbung von Meranflora wird dabei sicherlich eine Ausstellung zum 10jährigen Bestehen des Archivs erzielen, die Ópla in etwa zeitgleich mit der Blumenausstellung im Kunsthaus Meran zeigt. Die Exposition wird am 28. April als Kooperationsschau zwischen KunstMeran und der Stadtbibiliothek eröffnet und läuft bis zum 17. Juni 2007. Sie ist eine der vielen Rahmenveranstaltungen rund um die Meranflora.
Ein deutlicher Hinweis auf die Aufgabenstellung des Wettbewerbs ist auch der Eingang zur Schau; die beleuchtete, 15 Meter hohe Installation wird die Form eines geöffneten Buches haben. Im Themenkreis bewegen sich auch ein Kunstwerk, das von Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ inspiriert wurde, sowie etliche weitere Überraschungen, die im Kiesbett der Passer auf die Besucher warten.
Was die Aussteller der Meranflora 2007 betrifft, finden sich dieses Jahr auf der Teilnehmerliste renommierte Gärtnereien aus der näheren Umgebung, z.B. aus Meran und Umgebung, aus Bozen und Trient, genauso wie aus dem Rest Italiens, darunter etwa aus Florenz, Cagliari, Portofino oder Novi Ligure, aber auch aus vielen anderen europäischen Ländern, unter anderem aus Salzburg, dem County of Denbigshire oder aus Wales. Erstmals mit einem Gemeinschaftsbeet präsentiert sich heuer die Südtiroler Gärtnervereinigung, ihre ausgefallenen und gekonnten Pflanzenkreationen zeigen aber auch die landwirtschaftlichen Schulen Pfatten und Laimburg und natürlich die Spezialisten der Gärten von Trauttmansdorff. Veranstaltet wird das blumige Event von der Kurverwaltung Meran, dem Assessorat für Kultur und dem Assessorat für Umwelt der Stadtgemeinde Meran und der Stadtgärtnerei Meran.
Die botanischen Kunstwerke werden dabei auf beiden Seiten der Passer zu bewundern sein. Eine Tranche der Teilnehmer präsentiert sich auf der Sommerpromenade auf Höhe des Elisabethparks, eine andere auf der Winterpromenade in der Nähe der Wandelhalle. Auf die diesjährigen Schauobjekte kann man sehr neugierig sein, „art & energy“, das Leitmotiv der Edition 2007, lässt der Fantasie der Teilnehmer viel Spielraum bei der Gestaltung. Wie das Thema interpretiert wird, bleibt ganz den Künstlern mit dem grünen Daumen überlassen, egal ob der Schwerpunkt auf „art“, also „Kunst“, gelegt wird oder auf „energy“, also „Energie“. Nicht nur der Bereich „Kunst“ hat viele Facetten - Malerei, bildende Kunst, Dichtkunst, Musik, um nur einige zu nennen -, die aufgegriffen werden können; auch der zweite Teil des Mottos - „Energie“ - kann auf vielerlei Art ausgedrückt werden.
Von den Veranstaltern wurde dieses sehr aktuelle Thema ausgewählt, weil Energie, Natur und Mensch untrennbar miteinander verbunden sind; Energie zeigt sich in der Natur in diversen Formen, die wiederum vom Menschen genutzt werden. Im Mittelpunkt steht der umweltschonende und intelligente Umgang mit der Natur und ihrer Kräfte. Deshalb ist es selbstverständlich, dass auch die für die Gartenschau benötigte Energie im höchstmöglichen Maß aus natürlichen Quellen - Wind, Wasser und Sonne - bezogen wird, wobei der günstige Standort der Ausstellung in Passernähe genutzt wird.
BLUMENSCHAU VOLLER ENERGIE
Das Thema Energie wird bei der Meranflora 2007 eine tragende Rolle spielen, und das in vielerlei Hinsicht; als Protagonisten fungieren dabei Sonne, Wind und Biomasse.Auf der Winterpromenade wird der Besucher eine Reihe von fotovoltaischen Spielen bewundern können, einzigartige Musikinstrumente, die mittels Solarenergie funktionieren. Diese Spiele haben nach der Schau ihre Schuldigkeit noch nicht getan: Sie werden einen ständigen Platz in diversen Kinderbetreuungseinrichtungen erhalten.
Das allerletzte Beet bei der Wandelhalle trägt die Handschrift der Etschwerke. Dieses Kunstwerk wird auch didaktische Zwecke erfüllen, klären doch Schautafeln den Besucher über verschiedene Thematiken alternativer Energie auf, etwa über die Bereiche Fernheizung und Sonnenkollektoren.
Auch andere Aussteller binden das Thema „Energie“ in ihr Schaustück mit ein. Die Gemeindegärnterei von Cagliari ist einer von ihnen; in ihrem Beet mit dem Namen „Isola del vento“ gibt es einen Windpark, der mit Windenergie betrieben wird. „Dalle centuriazioni alle biomasse“ nennt sich das Kunstwerk der Gemeinde Imola. Grundlage der Idee zu dieser Installation ist die Tatsache, dass heute in der Poebene nach dem Vorbild der römischen Zenturien schnell wachsende Pflanzen gezogen werden, die bei der Verbrennung besonders viel Energie frei setzen.
UNTERWEGS BEI DER BLUMENSCHAU
Viele Überraschungen erwarten die Besucher der Meranflora, deren Welt nicht nur aus Blumen und Beeten besteht. Es gibt viele Gründe für einen Besuch der Blumenschau; einige davon können hier schon verraten werden. Abenteuerpark
Eine der größten Attraktionen ist der „Abenteuerpark“, der eigens zur Exposition aufgebaut wird. In diesem Hochseilgarten können Kinder, Jugendliche, aber natürlich auch Erwachsene zwischen den Bäumen des Elisabethparks an der Passerpromenade von einer luftigen Holzplattform zur nächsten klettern. Selbstverständlich sind die Besucher des Parks dabei bestens gesichert und können bei viel Spaß und sportlichem Vergnügen ihren Gleichgewichtssinn und ihre Konzentration schulen.
Strand zwischen Bergen

Italienische und europäische Metropolen haben es vorgemacht: In Rom und Mailand, Paris und Amsterdam gibt es schon „Strände in der Stadt“. Nun bietet auch Meran Einheimischen und Gästen Strandatmosphäre an den Ufern der Passer - Meranflora sei Dank. Schöpfer des Meraner Meeresufers sind die Stadtgärtnereien von Cesenatico.
Der kleine (große) Prinz
Von Antoine de Saint-Exupérys großer Romangestalt, dem „Kleinen Prinzen“, inspiriert ist eine riesengroße Installation von 5 Metern Höhe und einem Durchmesser von 8 Metern in Form eines Buches. Das Kunstwerk, das insgesamt eine Oberfläche von 260 Quadratmetern hat, lässt sich aufblättern und erzählt die Geschichte des kleinen Helden.
Sardische Spezialitäten für Nase und Gaumen
Nicht nur Blumendüfte ziehen durch die Meranflora, sondern auch kulinarische Spezialitäten werden ihre lockenden Gerüche verströmen. Die Handelskammer von Sassari wird eines der überraschendsten Kunstwerke der Blumenschau präsentieren und vor Ort zur Verkostung von typischen sardischen Köstlichkeiten einladen.
Alles Gute zum Geburtstag!
Die Bierbrauerei Forst feiert 2007 ihr 150jähriges Jubiläum. Natürlich wird dieser runde Geburtstag auch auf der Meranflora gebührend begangen - in Form eines eindrucksvollen Beetes.
Fior Fior di Borgo
Die Meranflora wurde als Schauplatz für den ersten öffentlichen Auftritt der interregionalen Vereinigung „Fior Fior di Borgo“ ausgewählt. Unter diesem Namen treten bislang sieben italienische Regionen auf: Emilia-Romagna, Kampanien, die Basilikata, Molise, die Toskana, Ligurien und Friaul-Julisch-Venetien. Die Initiative hat sich auf ihre Fahnen geheftet, einerseits mehr Grün in die Städte und Vorstädte zu bringen und damit die Lebensqualität für Einheimische und Gäste zu steigern, und andererseits auch eine Form von Gastlichkeit und Tourismus zu unterstützen, welche die geografischen Eigenheiten,die Traditionen und die Umwelt des jeweiligen Gastlandes höchstmöglich respektiert.
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