Es geht rund in einigen Südtiroler Parteien. Es ist offensichtlich das Wahlfieber ausgebrochen, denn nach den politischen Wahlen laufen bereits intensive Vorbereitungen auf die Landtagswahlen. Nun kommt den nächsten Landtagswahlen in Südtirol ja eine ganz besondere Bedeutung zu, weil sie ja eine neue Ära einläuten sollen. Nach 25 Jahren Durnwalder-Herrschaft kommt mit dem jungen Arno Kompatscher eine neue Generation an die Macht, die die Karten neu mischen und sicherlich alles besser machen wird. Die SVP führt brav ihre Vorwahlen durch, es geht recht ruhig und gesittet zu, sieht man von den Protesten der Frauen einmal ab, die ihr Kreuz mit der Quote haben. Weiterlesen...
Es gibt im Lande einen Zusammenschluss von Verbänden wirtschaftlicher und religiöser Natur, die sich dafür verwenden, dass nicht auch bei uns die Sonntagsöffnung der Geschäfte zur Regel wird. In den letzten Tagen hat sich diese Heilige Allianz wieder zu Wort gemeldet und Aktionen angekündigt. Man will offensiv den Sonntag verteidigen, das Recht auf die Sonntagsruhe. Weiterlesen...
Es ist wieder eine Debatte zum öden Thema Dialekt entbrannt, die darauf zurückzuführen ist, dass offensichtlich einige Kandidaten die Zweisprachigkeitsprüfung nicht bestanden haben, weil sie sich bei der mündlichen Prüfung teilweise im Dialekt ausgedrückt haben sollen. Sven Knoll, der übrigens als einer der wenigen Politiker ja ein sehr gutes Deutsch spricht, ich meine Schriftdeutsch oder Hochdeutsch, wollte daraus ein Politikum machen, wenn ich das richtig verstanden habe. Eine Schweinerei sei das, unsere Leute fallen durch, weil sie einige Dialektwörter verwenden, während die Italiener, die wenig bis gar nicht Deutsch können, durchkommen, so als sei das eine politische Direktive. Nun will ich mich nicht mit der Prüfung befassen, aber es ist höchste Zeit, dass sich die Südtiroler Schule und die Südtiroler Studenten mit dem Thema Dialekt befassen. Weiterlesen...
So wie sie viel reden, so essen die Japaner viel und ständig. Dazu gibt es auch an jeder Ecke wunderbare, leckere Verführungen. Es werden verpackte Speisen angeboten, ganze Menüs in Schachteln, auch warme, die dann im Zug oder auf der Straße konsumiert werden. Die meisten essen so, im Stehen, im Gehen, auf der Fahrt. Gehört auch zur Hektik, die das Volk kennzeichnet. Weiterlesen...
Tokio ist trotz seines Chaos und der Schnelllebigkeit und dem atemberaubenden Tempo ein Ort großer Kultur und Kreativität. In zahllosen, auch vielen privaten Museen kann man große Kunst erleben. Das Nationalmuseum besitzt die weltgrößte Sammlung asiatischer Kunst. Ich habe in anderen Museen gut beschickte Ausstellungen von Rubens, Raffaello, Francis Bacon, eine große Privatsammlung mit Renoire, Monet, Pizzarro und Degan gesehen und in Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt, die eine viel humanere Dimension hat als Tokio, Vincent Van Gogh. Die Japaner haben ein regelrechtes Faible für europäische Kunst und Kultur.
Und dann hat die Stadt eine große musikalische Tradition, da die Japaner sehr musikliebend sind. Viele Schulkinder spielen ein Instrument und träumen Pianist zu werden oder Mitglied eines Orchesters. Mit Noriko konnte ich in der Muza Kawasaky Symphonie Hall das Tokyo Symphonie Orchestra unter der bewährten Leitung des weltweit anerkannten Holländers Hubert Soudant hören, der seit mehr als 16 Jahren das Orchester leitet. Aufgeführt wurden die Symphonie Nr. 6 und das Te Deum von Anton Bruckner.
Weiterlesen...