ALPS MOVE 2026 vom 2. bis 28. Oktober 2026

by Radio Sonnenschein
ALPSMOVE-Crolli Silenziosi_c_Barbara Cali

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ALPS MOVE 2026 – Die 21. Ausgabe des Tanzfestivals widmet sich dem Gleichgewicht in unsicheren Zeiten. Im Mittelpunkt stehen Künstler:Innen mit Wurzeln oder Wirkungsstätten in Südtirol

Unter dem Motto „Finding Balance in Uncertain Times“ geht das Festival Alps Move vom 2. bis 28. Oktober 2026 in seine 21. Ausgabe. An Spielstätten in Lana, Meran, Bozen, St. Ulrich und im Kloster Neustift in Vahrn zeigen Choreograf:Innen und Tänzer:Innen Uraufführungen, Erstaufführungen und Werke in Entwicklung, die sich mit dem ständigen Balanceakt zwischen Kontrolle und Loslassen, zwischen Individuum und Gemeinschaft auseinandersetzen. Die künstlerische Leitung haben Doris Plankl und Martina Marini inne.

Gleichgewicht ist ein Zustand, in dem sich Kräfte oder Systeme die Waage halten – ein Prinzip, das sich durch die gesamte Natur zieht und dem sich der Mensch als Teil dieser Natur nicht entziehen kann. Bei Alps Move 2026 stehen bei 19 Produktionen genau diese Themen im Zentrum: der ständige Balanceakt zwischen Kontrolle und Loslassen, das Überwinden der Schwerkraft, die Auseinandersetzung mit Harmonie und Instabilität.

Von 2. bis 28. Oktober treffen Tänzerinnen und Choreografen aufeinander, die hier vor Ort tätig sind, ebenso wie lokale Künstler:Innen, die im Ausland ihre berufliche Zukunft gefunden haben oder sich derzeit an europäischen Akademien ausbilden. Genau darin liegt die Stärke des Festivals: Es hat sich seinen Platz erobert, indem es eine Lücke in der lokalen Tanzszene geschlossen hat, und bietet Profis wie Halbprofis eine Plattform, um sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und vor allem eine Bühne zu finden.

ALPSMOVE-Threshold_c_Christian Lang

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Und diese Bühnen sind vielfältig: Das Festival zieht durch verschiedene Orte des Landes und versucht bewusst, auch abseits der üblichen Zentren die Peripherie mit Kunst, Theater und Tanz zu erreichen. Nach der Eröffnung in Lana macht Alps Move heuer Station in Meran mit Vorstellungen im KiMM und im Bürgersaal, in Bozen mit Aufführungen im NOI Techpark und im Stadttheater Gries, in St. Ulrich im Luis Trenker Saal und schließlich in Vahrn, im wunderbaren Kloster Neustift.

Los geht’s am 2. Oktober um 18 Uhr auf dem Hofmannplatz in Lana (freier Eintritt) mit der Uraufführung von Rebecca Dirler & Joy Luna Schenk-Delgado, die Tanz und Installationskunst mit Körper, Sprache und Livemusik verbindet und humorvoll vom Versuch erzählt, sich nicht im Netz der digitalen Revolution zu verheddern – das alles in der Tiefgarage unter dem Platz. Am 3. Oktober folgt in der Bibliothek von Lana ab 20 Uhr ein dichter Abend mit gleich vier Werken: eine Uraufführung der Koreanerin Yunjung Kim, die Unsicherheit als Weg zu neuem Gleichgewicht begreift, Sabrina Valle, erstmals zu Gast beim Festival, widmet sich dem experimentellen Theater: In einer minimalistischen Inszenierung im öffentlichen Raum lässt sie zwanzig Laiendarsteller*innen agieren – die Grenze zwischen öffentlich und privat verschwimmt dabei zunehmend; Marion Sparber, Choreografin und Tänzerin aus Nals, präsentiert einen neuen Tanzfilm unter der Regie von Ky-Anh Tran. Der baskischeTänzer Iosu Lezameta zeigt ein Solo, das die Geburt poetisch neu deutet – ein lebendiges Gemälde aus Klang, Form und Bewegung.

ALPSMOVE-UpClose_c_Karlheinz Sollbauer

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Am 7. Oktober um 20 Uhr zieht das Festival für seinen offiziellen Auftakt ins
KiMM nach Meran. Im Mittelpunkt steht die Produktion „Up Close“ der aus Gröden stammenden Anastasia Kostner, entwickelt in Zusammenarbeit mit der ArtEZ University of the Arts (Arnheim, Niederlande). Auf der Bühne stehen neun Performer:Innen, größtenteils aus Südtirol und dem Trentino stammend, jedoch beruflich vor allem im Ausland tätig. Die Performance setzt sich mit Wahrnehmung und Nähe auseinander und löst den klassischen Bühnenraum auf, um dem Publikum ein immersives Erlebnis zu bieten. Im Anschluss wird das Stück am 9. Oktober im NOI Techpark Bozen und am 11. Oktober im Luis Trenker Saal in St. Ulrich gezeigt.

ALPSMOVE-Nacre-2026-orizzontale_c_Bieza

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Am 10. Oktober öffnet der Bürgersaal Meran um 15 Uhr für die beliebte „Contact Jam“ (freier Eintritt), bevor der Bürgersaal am 17. Oktober um 18 und um 20 gleich drei weitere Uraufführungen bzw. Erstaufführungen beherbergt: Santija Bieza eröffnet mit „Nacre (Hendoku Iyaku)“, das Kunst, Biologie und östliche Philosophie verbindet. Sabine Raffeiner zeigt mit „Threshold“ ein Tanztheaterstück über den fragilen Moment zwischen Ankommen und Loslassen. Den Abschluss bildet die italienische Erstaufführung von „Catch me (bef-)or(-e) I fall“ von Paola Zadra und Daniel Vacas Peralta über das Gleichgewicht als körperlichen und emotionalen Zustand.(begrenzte Platzzahl, Reservierung empfohlen).

Am 22. Oktober geht es wieder nach Bozen, ans Stadttheater Gries das ab 20 Uhr eine Bühne für vier weitere Werke ist. Die aus Bozen stammende, in Brüssel mit ihrer Compagnie Uncanny Paradise aktive Margherita Dello Sbarba zeigt ein Solo, das sich der mythologischen Figur der Meerjungfrau bedient, um über den weiblichen Körper, seine Dämonisierung und Erotisierung nachzudenken – in einem dichten Geflecht aus Tanz, Klang und Erzählung. Ebenfalls ein Solo zeigt Giorgia Calliari, die zum ersten Mal beim Festival zu Gast ist: Sie reflektiert über das Gleichgewicht zwischen Stärke und Verletzlichkeit und lädt zu einer Rückkehr zu Zuhören und Ruhe ein. Die Tänzerin und Choreografin Vanessa Morandell präsentiert mit ihrer Company LAVA hingegen ein work in progress, das aus einer Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit entstanden ist: Inspiriert vom Klang des Regens lädt die Arbeit dazu ein, in die Tiefe zu gehen, um inmitten der Unruhe Präsenz und Stabilität zu finden. Abschließend präsentiert Mirjam Plank, gebürtig aus Bruneck, gemeinsam mit der deutschen Lea Markgraf ein Stück, das sich mit dem Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft auseinandersetzt – im Bemühen, das Bedürfnis nach Unabhängigkeit mit dem Wunsch, Teil eines Ganzen zu sein, in Einklang zu bringen.

ALPSMOVE-Habit_c_Oberrauch Bertinelli

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Am 24. Oktober bespielt Alps Move erstmals die Räume des Klosters Neustift in Vahrn. Ab 19 Uhr entfaltet sich ein choreografischer und performativer Parcours durch die verschiedenen Räume des ehrwürdigen Gebäudes, mit sechs aufeinanderfolgenden Stationen aus Musik, Installation und Tanz. Dabei werden Themen wie Mutterschaft, das Verhältnis zu Natur und Tradition, Vertrauen sowie die Notwendigkeit, Sanftheit und Festigkeit auszubalancieren, reflektiert und erforscht. Zahlreiche Südtiroler Künstlerinnen sind beteiligt: Sabrina Fraternali, Marika Rainer, Sylvie Riant, Claudia und Benjamin Tomasi, Rixa Rottonara, Doris Plankl, Greta Schuster, Michèle Schladebach, Elisabeth Oberrauch, Massimo Bertinelli und Simone Oberrauch.

Zum Abschluss des Festivals lädt Alps Move das Publikum ein, am Contact-Improvisation-Retreat „Dolomite Flow“ teilzunehmen. Organisatorin Birgit Krejci lädt alle Begeisterten, ob erfahren oder Anfänger*innen, vom 25. bis 28. Oktober ins Haus der Familie auf dem Ritten ein – zu einer Reihe von Workshops mit der international renommierten Tänzerin und Choreografin Katja Mustonen.

Alle Infos unter alpsmove.it

Tickets sind an Kasse des Stadttheaters Bozen (Verdiplatz 40) erhältlich – telefonisch unter 0471053800. Öffnungszeiten: DI – FR 14.30 bis 19.00, SA 15.30 – 19.

Online Tickets: www.ticket.bz.it
E-Mail: info@ticket.bz.it

Programm

  • FR 02.10., 18 Uhr – Lana, Hofmannplatz
    Uraufführung „Durch’s Netz gefallen“ Rebecca Dirler & Joy Luna Schenk-Delgado

  • SA 03.10., 20 Uhr – Lana, Bibliothek
    Uraufführung „Nur einmal: Simply Poetic 2026″ Yunjung Kim; „L’arte di cadere e rialzarsi“ Sabrina Valle; „The Weight of Uncertainty“ Marion Sparber und „Umbilical“ Iosu Lezameta.

  • FR 07.10., 20 Uhr – Meran, KiMM
    Uraufführung „Up Close“ Anastasia Kostner

  • MI 09.10., 20 Uhr – Bozen, NoiTechpark
    „Up Close“ Anastasia Kostner

  • SA 10.10., 15 Uhr – Meran, Bürgersaal
    „Contact Jam“ (freier Eintritt)

  • SO 11.10., 18 Uhr – St. Ulrich, Luis Trenker Saal
    „Up Close“ Anastasia Kostner

  • SA 17.10., 18 + 20 Uhr – Meran, Bürgersaal
    Uraufführungen „Nacre (Hendoku Iyaku)“ Santija Bieza „Threshold“ Sabine Raffeiner und Italienische Erstaufführung „Catch ame (bef-)or(-e) I fall“ Paola Zadra & Daniel Vacas Peralta

  • DO 22.10., 20 Uhr – Bozen, Stadttheater Gries:
    „To Tread the Salty Deep“ Margherita Dello Sbarba / Uncanny Paradise, „Again but Different“ Giorgia Calliari, Italienische Erstaufführung „The Sound of Rain“ Company LAVA, „Everything Starts from Point One“ Mirjam Plank & Lea Markgraf

  • SA 24.10., 19 Uhr – Vahrn, Kloster Neustift
    Uraufführungen „Paysage Mère“ Sabrina Fraternali, Marika Rainer, Sylvie Riant, „Crolli Silenziosi – Stille Einstürze“ Claudia Tomasi, „Add>Softness“ 3K Collective, „In Balance (Auf Messers Schneide)“ Rixa Rottonara, Tanzvideo „Clowds“ (IDEA-tanztheaterperformance); Italienische Erstaufführung „Habit“ Elisabeth & Simone Oberrauch, Massimo Bertinelli

  • 25.–28.10. – Lichtenstern, Haus der Familie, Ritten
    Contact-Improvisation-Festival „Dolomite Flow“ mit Katja Mustonen

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