Alle haben Angst vor dem Zika-Virus!

by Radio Sonnenschein

insects-820484_1280Seit wenigen Wochen gibt’s immer neue, zum Teil schreckliche Nachrichten rund ums Zika-Virus. Wir haben, weil es seit Ende Jänner auch Fälle in Europa gab, mal alle wichtigen Infos zusammengetragen:

Was ist das Zika-Virus?
Das Virus wurde erstmals 1947 in Uganda bei einem Affen entdeckt. Benannt ist es nach einem südlich der ugandischen Hauptstadt Kampala gelegenen Wald. Es gehört ebenso wie die Viren des Gelbfiebers und des Dengue-Fiebers zur Familie der Flaviviridae. Der erste Fall beim Menschen wurde nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1968 bekannt. Übertragen wird das Virus durch infizierte Stechmücken, darunter der Gelbfiebermücke und der Asiatischen Tigermücke.

Welche Symptome treten auf?
In bis zu 80 Prozent der Fälle bleibt die Infektion unbemerkt. In den anderen Fällen ähneln die Symptome einer Grippe: Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen. Außerdem kann Hautausschlag auftreten. Bindehautentzündungen und Augenschmerzen sind ebenfalls möglich, ebenso wie Schwellungen an Händen oder Füßen.

Welche Komplikationen gibt es?
Möglich sind schwere neurologische Schäden wie etwa das Guillain-Barre-Syndrom, eine entzündliche Nervenkrankheit. Besonders gefährlich ist das Virus für Schwangere: Es kann sich auf das ungeborene Kind übertragen und zu Hirnfehlbildungen sowie möglicherweise zu Mikrozephalie führen, einem abnormal kleinen Kopf.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?
Derzeit gibts es weder einen Impfstoff noch ein gezieltes Medikament zur Behandlung. Ergo sollte man in erster Linie bereits die Stiche an sich meiden: lange Hosen und Hemden tragen, Insektenmittel und Moskitonetze. Infizierte sollten unbedingt weitere Mückenstiche vermeiden, um den Verbreitungskreislauf zu durchbrechen.

Wo tritt das Virus auf?
Nach Zika-Fällen in Afrika, Asien und dem Pazifik-Raum erreichte das Virus im vergangenen Jahr Südamerika. Dort ist Brasilien besonders betroffen. Auch Kolumbien rechnet in diesem Jahr mit mehreren hunderttausend Infektionen. Auch in Florida gibt es die erste Fälle. Ein genaues Bild von eingeschleppten Virusfällen in Europa gibt es nicht, denn die Infektion ist nicht meldepflichtig. Zwar registrierte Italien schon vier Fälle, Großbritannien drei und Spanien zwei. Auch Dänemark berichtet aktuell von einem Infizierten. Experten sagen aber: „Diese Zahlen sind alle nicht korrekt.“ Gute Aufzeichnungen über das Auftreten der Krankheit fehlen. Bei allen Fällen wird aber davon ausgegangen, dass Reisende das Virus eingeschleppt haben.

Noch ist Winter in Europa, für die Überträger – die Steckmücken – ist es noch zu kalt. Doch in der wärmeren Jahreszeit ist es durchaus denkbar, dass Moskitoarten, die auch in europäischen Ländern vorkommen, auch für Zika-Krankheitsfälle in Südtirol sorgen.

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