Das Wetterjahr 2018 in Zahlen

by Radio Sonnenschein

wetterDas Wetterjahr 2018. Aus meteorologischer Sicht zwar hochspannend, aber leider auch mit großen Schäden. Die zwei bedeutesten Ereignisse war die Lawinensituation in Langtaufers und dann natürlich das Hochwasser- und Sturmereignis.

1.) Im Jänner hat es im Obervinschgau zuerst tagelang geschneit. 1,5 Meter hoch lag der Schnee in Langtaufers, auf den Bergen noch viel mehr. So viel dass die höchste und seltene Lawinenwarnstufe 5 ausgerufen werden musste, und tatsächlich gingen dann zahlreiche große Lawinen bis ins Tal nieder. Ausnahmezustand in Langtaufers.

2.) Extrem war das Ereignis Ende Oktober aus zweierlei Gründen: Einerseits der Regen. Es hat ja drei Tage fast durchgeregnet, vielerorts wurden neue Niederschlagsrekorde gebrochen. Fast 400 l/m² fiel auf den Rotwandwiesen oberhalb Sexten, das ist halb so viel wie normalerweise in Bozen das ganze Jahr. Und dann kam auch noch der Wind, am Abend des 29. Oktobers. 120 km/h wurden in Deutschnofen gemessen. Das besondere war dass solche Sturmböen nicht nur im Hochgebirge gemessen wurden, sondern eben auch in den tieferen Lagen. Dass es so etwas seit Menschengedenken nicht mehr gegeben hat sieht man ja auch an den Waldschäden.Das Wetter 2018 in Zahlen

Wie bereits beschrieben war das Jahr 2018 im Etschtal (Bozen, Meran) das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1850, aber auch in den höheren Tälern war es eines der wärmsten. Zehn der 12 Monate waren zu warm. Nur Februar und insbesondere März tanzten aus der Reihe und verliefen kühler als im Durchschnitt.
Die Niederschlagsbilanz war teils durchschnittlich wie im Etschtal, teils überdurchschnttlich wie im Vinschgau und Wipptal. In Schlanders und in Sterzing fiel 20 % mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt.

Wie geht es zum Jahreswechsel weiter?
Im Süden Südtirol war der Dezember schon viel zu trocken (nur 10 % der normalen Menge) und bis weit in das nächste Jahr hinein ist hier auch kein Regen und Schnee in Sicht. Einzig am Alpenhauptkamm kann es in den kommenden Tagen ein klein wenig schneien. Und es bleibt auch relativ mild, ganz besonders auf den Bergen mit der Nullagradgrenze in 2000 m Höhe.
Gutes Skiwetter also.

Quelle: Facebook – Dieter Peterlin – Landesmetereologe

SchneeSchneefall

 

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