Raika Lana

Dramatische Kollateralschäden der Pandemie – Dachverband fordert Sofort-Hilfe

by Radio Sonnenschein
Dramatische Kollateralschäden der Pandemie – Dachverband fordert Sofort-Hilfe

Dramatische Kollateralschäden der Pandemie – Dachverband fordert Sofort-Hilfe

Dramatische Kollateralschäden der Pandemie – Dachverband fordert Sofort-Hilfe

Durch die Corona-Pandemie sind wesentliche soziale und gesundheitliche Dienste reduziert oder gar
eingestellt worden. Die Folgen müssen die Betroffenen tragen. Vor allem die Familien müssen alles
auffangen. Der Dachverband für Soziales und Gesundheit fordert sofortige Hilfe und Maßnahmen,
um den Familien in dieser besonderen Krisensituation zu helfen. Sie dürfen nicht allein gelassen
werden.

Der anhaltende Coronanotstand hat zu vielfältigen Benachteiligungen für Menschen mit Behinderung,
für Senioren, sowie für Patienten mit einer seltenen oder einer chronischen Krankheit geführt, weil
viele wichtige Dienste fortdauernd reduziert oder sogar eingestellt wurden. Problematisch ist die
Situation auch für Familien mit kleinen oder schulpflichtigen Kindern.

„Das eigentliche Drama spielt sich in den Familien ab“, sagt Dachverband-Präsident Wolfgang
Obwexer: „Die Angehörigen müssen in den eigenen vier Wänden alles auffangen. Sie sind nun schon
seit Monaten am Limit. Es gibt aber bislang wenige Hilfsinitiativen und kaum Aussicht auf Besserung.
Kurzum nichts, was die Situation erträglicher machen würde.“

Das ist dramatisch für die Betroffenen und vor allem für ihre Familien. Der Dachverband fordert
deshalb dringend zusätzliche Maßnahmen, um den Betroffenen in dieser besonderen Krise zu helfen.
Hier besteht Handlungsbedarf. „Die Politik muss den Familien Mittel in die Hand geben, sich selbst zu
helfen“, fordert Wolfgang Obwexer. Es gehe nicht an, sie allein zu lassen und die nicht coronabedingten
Belastungen und Schäden weiterhin einfach in Kauf zu nehmen.

„Es müssen rasch zusätzliche Hilfen aktiviert werden“, fordert Obwexer. Zudem erweise sich der
öffentliche Bereich in dieser Phase der Pandemie als zu starr, um zeitnah und angemessen auf die
Ausnahmesituation zu reagieren. „Es müssen alle Spielräume ausgenutzt werden, um den Leuten zu
helfen. Den einengenden bürokratischen und rechtlichen Hürden muss man mit mehr Flexibilität
begegnen“, sagt Obwexer.

„Die öffentliche Diskussion dreht sich zu sehr um das Funktionieren der Wirtschaft und der
Intensivstationen. Wir sind zu fixiert auf tägliche Kennziffern und Infektionszahlen, sprechen aber viel
zu wenig über ausgefallene Therapien, aufgeschobene Operationen und die Folgen. Wir sprechen auch
kaum über nicht erfolgte oder zu späte Diagnosen, mit all ihren gravierenden Auswirkungen auf die
Lebenserwartung und die Lebensqualität der Menschen.

Wir sprechen nicht davon, dass Menschen mit Behinderungen, die nicht mehr die Dienste für Arbeitsbeschäftigung aufsuchen können, von fast allen sozialen Kontakten abgeschnitten sind und gravierende Entwicklungsrückschritte aufgrund ausfallender Beschäftigung und Förderung erleben. Die Betroffenen hätten allen Grund auf die
Barrikaden zu steigen“, so Obwexer.

Vor allem müsse man sich auch Gedanken machen, das „Nach-Corona“ zu bewältigen. Es brauche eine
Steuerungsgruppe, die längerfristig die Aufgabe hat, sich mit den Auswirkungen der Pandemie auf die
Personen zu beschäftigen.

covid 19

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