Inhaltsverzeichnis
Wissenschaftlich untersuchte Effekte von Kefir
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Darmflora & Verdauung
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Studien zeigen, dass Kefir die Vielfalt der Darmmikroben erhöhen kann.
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Kann bei Reizdarm, Durchfall nach Antibiotika oder leichter Laktoseintoleranz hilfreich sein.
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Aber: die Wirkung ist individuell, nicht jeder profitiert gleich stark.
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Immunsystem
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Tierstudien und kleinere Humanstudien deuten darauf hin, dass Kefir bestimmte Immunzellen aktiviert und Entzündungswerte senken kann.
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Ob das langfristig klinisch relevant ist, ist noch nicht eindeutig.
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Cholesterin & Herz-Kreislauf
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In einigen Studien sank das „schlechte“ LDL-Cholesterin und erhöhte sich das „gute“ HDL leicht.
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Auch der Blutdruck könnte profitieren – allerdings sind die Daten noch klein und oft von kurzer Dauer.
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Blutzucker & Stoffwechsel
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Es gibt Hinweise, dass Kefir die Insulinresistenz verringern kann und den Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten stabiler hält.
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Interessant vor allem für Menschen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes.
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Antimikrobielle Wirkung
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Kefir-Bakterien und -Hefen können im Labor das Wachstum von krankmachenden Keimen hemmen (z. B. Salmonellen, E. coli, Candida).
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Ob das im menschlichen Darm genauso stark wirkt, ist noch nicht endgültig bewiesen.
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Einschränkungen der Studienlage
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Viele Untersuchungen sind klein, kurz oder an Tieren durchgeführt.
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Die Wirkung hängt stark davon ab, welche Mikroorganismen im Kefir tatsächlich enthalten sind – und die Mischung ist nicht standardisiert.
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Also: man sieht positive Tendenzen, aber es fehlt noch die „große, eindeutige Beweislage“.
Unterm Strich:
Kefir ist kein Medikament, aber er gehört zu den fermentierten Lebensmitteln, die ziemlich viele gesundheitliche Pluspunkte haben – vorausgesetzt, man verträgt ihn.
