Die Südtiroler Informatik AG (SIAG) treibt die technologische Weiterentwicklung der digitalen Plattform myCIVIS voran. Die Landesregierung hat am 19. Dezember 2025 einen entsprechenden Beschluss genehmigt. Laut Abteilung Informatik markiert das Projekt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur digitalen Transformation Südtirols.
„Mit dieser Investition stärken wir die digitalen Verwaltungsdienstleistungen und die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ziel ist es, den Zugang zu digitalen Angeboten zu erleichtern, die Effizienz der Verwaltung zu steigern und dadurch die Zufriedenheit mit unseren Dienstleistungen zu erhöhen“, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher, zuständig für Digitalisierung.
Generaldirektor Alexander Steiner ergänzt: „Digitale Transformation erfordert neben hohen Anfangsinvestitionen in Infrastruktur auch die kontinuierliche Optimierung unserer Verwaltungsabläufe. Zusammengenommen wird dies schon bald spürbare Verbesserungen für Bürger und Verwaltung bringen.“
Die Anpassung von myCIVIS, insbesondere des Bürgerportals myCIVIS, ist in mehreren strategischen Bereichen überfällig geworden. Die SIAG wird das Portal nun zu einer Omnikanal-Plattform erweitern. „myCIVIS wird zu einer einheitlichen Plattform ausgebaut, die Citizen-Relationship-Management und künstliche Intelligenz für personalisierte Bürgererlebnisse nutzt“, so Josef T. Hofer, Direktor der Abteilung Informatik und Verantwortlicher für digitalen Wandel. Bürgerinnen und Bürger sollen künftig auf zweisprachige Chatbots, intelligente Vorgangsverfolgung und proaktive Dienstleistungen zugreifen können. Im Fokus stehen Inklusion, Transparenz und KI-gestützte Empfehlungen für eine zielgerichtete Beratung.
Zentrales Element der neuen Plattform ist der Service Desk, der mit virtuellen Assistenten, einer intelligenten Wissensdatenbank und Mehrkanal-Unterstützung rund um die Uhr erreichbar ist. „Es entsteht ein echtes Fallmanagementsystem, das sicherstellt, dass Bürger ihre Anliegen jederzeit über verschiedene digitale Kanäle an die Verwaltung richten können“, erläutert SIAG-Generaldirektor Stefan Gasslitter. Das Projekt umfasst zudem technische Vertiefungen und die funktionale Anpassung von Diensten und Benutzeroberflächen.

