SchlossFestSpiele 2017/ Freilichttheater auf Schloss Tirol

by Radio Sonnenschein

Schlossfestspiele auf Schloss Tirol 2017Proben für die Uraufführung von „Die Verfolgten“ vor kurzem begonnen

Anfang Juli hat die intensive Probenzeit für die Uraufführung des Stückes „Die Verfolgten“ von Luis Zagler begonnen. Mit der Inszenierung des neuen Stückes gehen die SchlossFestSpiele in die erste Sommersaison. Regie führt der bekannte Regisseur und Schauspieler Oliver Karbus, dem heimischen Publikum bekannt durch seine Regiearbeiten in Bruneck und bei den Rittner Sommerspielen. Im Ensemble der Hauptdarsteller viele bekannte Gesichter aus TV und Theater, wie z. B. die im deutschen Sprachraum bekannte, hochtalentierte Jasmin Mairhofer aus dem Ahrntal oder Niklas Mitteregger in einer der zentralen Rollen des Stückes. Premiere ist am 8. August um 21.00 Uhr in der Vorburg auf Schloss Tirol.

schlossfestspiele oliverkarbusDas Stück „Die Verfolgten“ basiert auf einer wahren Geschichte aus dem Vinschgau des 19. Jahrhunderts. Es thematisiert die Auseinandersetzungen der Zeit rund um die Tiroler Freiheitskriege. „Der Stoff umfasst ein enormes Spektrum“, so schreibt Regisseur Oliver Karbus. „In Frankreich wütet die Revolution, in Deutschland wächst die Reformation, die Ordnung Europas zerbricht. Und inmitten dieser historischen Umwälzungen kämpfen zwei junge Menschen um ihre Liebe.“

In großen Bildern und mit dramatischer Wucht erzählt der Dramatiker Luis Zagler von der Verfolgung der Protestanten in Tirol, von der Macht der Justiz und Kirche, von Missgunst und Neid, Flucht und Verfolgung, aber auch von Widerstand, Freundschaft, Hilfe in Not, Menschlichkeit und der Unbesiegbarkeit der Liebe. Luis Zagler ist spätestens seit den Aufführungen des Stückes „Die Karrner“ auf Schloss Goldrain auch in Südtirol bestens bekannt. Interessanterweise stammt auch die Geschichte seines neuen Stückes „Die Verfolgten“ wieder aus dem Vinschgau.

Karten sind online unter www.schlossfestspiele.events, über die Tourismusvereine Dorf Tirol, Schenna und Passeier, per E-mail info@schlossfestspiele.events oder telefonisch unter +39 349 103 3106 erhältlich.

Die Vorgeschichte: Vor gut 20 Jahren besuchte eine 80jährige Frau aus dem Vinschgau den Dramatiker, weil sie im Fernsehen die Uraufführung seines Stückes „Die Karrner“ bei den Tiroler Volksschauspielen gesehen hatte. Dabei übergab sie ihm die Aufzeichnungen ihres Großvaters, dem sie auf seinem Sterbebett versprechen musste, dafür zu sorgen, dass viele Menschen davon erfahren. Sie war überzeugt davon, dass nur Luis daraus ein Stück machen könne, um die Geschichte ihrer Familie dem Vergessen zu entreißen. Jetzt wird diese Geschichte ihrer Vorfahren bei den Schlossfestspielen auf Schloss Tirol uraufgeführt.

Auf der Bühne der Freilichtarena in der Vorburg auf Schloss Tirol, neben Jasmin Mairhofer (Rebecca) und Niklas Mitteregger (Serafin Gorfer), so bekannte Schauspieler wie Thomas Lackner (Richter), Erich Furrer (Dekan Peuger), Martina Radecke (Dr. Vögele), Franz Weichenberger (Grellstein), Igor Karbus (Jesacher), Michael Walde-Berger (Christian Spieler), Freddy Redavid (Martin Spieler), Anna Pircher (Anna Spieler) sowie zahlreiche heimische Volksschaupieler. Im Team mit dabei Regisseur Oliver Karbus, Klaus Gasperi vom Stadttheater Bruneck (Bühnenbild), Jan Gasperi (Licht), Marco Diana aus Schlanders (Musik), die bekannte Kostümbildnerin Sieglinde Michaeler (Kostüme), die durch Produktionen des Altstadttheaters Meran bekannte Maskenbildnerin Gudrun Pichler (Maske), Philipp Pamer, der Regisseur des Films „Bergblut“, (Video) und Samuel Hafele aus Schlanders (Requisiten).

Premiere ist am 8. August um 21.00 Uhr.

Karten sind erhältlich im

Internet: www.schlossfestspiele.events

Mail: info@schlossfestspiele.events

Tel: Service-Telefon +39 349 103 3106

Oder bei einer der Vorverkaufsstellen:

Schloss Tirol +39 0473-220 221

Tourismusverein Dorf Tirol 0473-923 314

Tourismusverein Schenna  0473 945 669

Tourismusverein Passeier 0473 656 188

AUFFÜHRUNGSORT

Schloss Tirol, Vorburg

TERMINE

DI 08.08.17 Premiere

FR 11.08.17

SA 12.08.17

DI 15.08.17

Mi 16.08.17

DO 17.08.17

FR 18.08.17

SA 19.07.17

Beginn um 21 Uhr

Ersatztermine bei Ausfall wegen Schlechtwetter: 09., 13., 20., 23.08.17

 

KURZBIOGRAFIEN DER DARSTELLER

Jasmin Mairhofer – Rebecca

Jasmin Mairhofer erhielt ihre Ausbildung an der Theaterschule Bruneck und war am dortigen Stadttheater unter anderem in Claus Trögers Inszenierung von Benackys »Im weißen Rössl« und »Stallerhof« von Franz Xaver Kroetz zu sehen. Für die Vereinigten Bühnen Bozen stand sie als Anja im »Kirschgarten« (Regie: Kurt Josef Schildknecht), Klara in »Heidi« und in »foreignstraße 19« auf der Bühne. Film- und Fernsehproduktionen umfassen unter anderem: »Un passo dal cielo 2« mit Terence Hill, »Der stille Berg« mit Claudia Cardinale, Kurt Palms »Kafka, Kiffer und Chaoten«, »Un boss in salotto« und »Frei« und zuletzt »Burg Schreckenstein«.

Niklas Mitteregger – Serafin Gorfer

Niklas Mitteregger hat Schauspiel am renommierten Mozarteum in Salzburg studiert und u.a. in „Clavigo“ (2016), „Safe Places“ (2017) und Medea“ in der Rolle des Jason (2017) am Theater am Kunstquartier Salzburg und Friedrich Schillers „Die Räuber“, in der Regie des ehemaligen Burgtheaterdirektors Matthias Hartmann am Volkstheater Wien und Schauspielhaus Hamburg.

 

2017 07 02 Kostuem und Leseprobe Schlossfestspiele thomas lackner foto riki gelfThomas Lackner – Richter

Seit fünfzehn Jahren als Schauspieler auf den verschiedensten Bühnen des deutschen Sprachraumes, davon 2006 bis 2012 als Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters, wo er seither in den verschiedensten Rollen zu sehen ist. In Südtirol war Thomas Lackner bisher am Stadttheater Bruneck als „Othello“ und in „Alceste“ zu sehen. Er spielte in „König Arthur“ bei der Freilichtproduktion Merlin und die Hauptrolle bei den Freilichtspielen Unterland in Neumarkt, wo er als Chlestakow in Gogols Revisor zu sehen war. 

 

Anna Pircher 2Anna Pircher – Anna Spieler

Die in Tscherms geborene Anna Pircher absolvierte ihre Schauspielausbildung in Berlin mit großem Erfolg und ist seither festes Ensemblemitglied am Theater in Krefeld und Mönchengladbach, wo ihr bereits so große Rollen anvertraut wurden, wie die Hauptrolle in der Inszenierung von Fjodor Dostojewski „Schuld und Sühne“. Anna Pircher ist nicht nur eine außergewöhnlich begabte Schauspielerin, sondern studierte auch Gesang und spielte bereits in verschiedenen Musicals mit.

 

eric furrer 2Erich Furrer – Dekan Peuger

Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Bern; Furrer war künstlerischer Leiter der „Netzwerkbühne“. Als Schauspieler arbeitete er in Theaterproduktionen in der Schweiz und in Österreich und wirkte in TV- und Spielfilmen mit. Als Regisseur inszenierte er 2012 im Theater Akzent in Wien das Solo-Comedy-Theaterstück „Cavewoman“ der südafrikanischen Autorin Emma Peirson, zusammen mit Gabriela Benesch, mit der er 2014 auch das Comedy-Duo „Benesch & Furrer“ gründete. Ihre erste gemeinsame Comedy-Bühnenshow „Hilfe, wir sind erleuchtet“ ist seit 2014 auf Tour. Als Schauspieler war Furrer bereits mehrfach auch in Südtirol zu erleben – und zwar mit dem Comdy-Duo „Mammutjäger“ im Naturmuseum in Bozen und in der langen Nacht der Museen.

Martin Radecke – Dr. Vögele

Martin Radecke absolvierte seine Schauspielausbildung in Bruneck und schloss sein Studium 2012 in Wien ab. Engagements führten ihn bisher an die Berliner Philharmonie, an das Stadttheater Kempten und an das Landestheater Niederbayern. 

Franz Weichenberger – Grellstein

Franz Weichenberger war langjähriges Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater. In seiner sehr erfolgreichen Karriere spielte er u.a. in Salzburg, St. Pölten, Coburg, Südtirol, Innsbruck, am Festspielhaus Bregenz, in Linz und Wien. Er spielte so verschiedene Rollen wie die klassischer Helden der Antike, über Shakespeare bis herauf zu Rabauken der jüngeren Literaturgeschichte in Uraufführungen zeitgenössischer Autoren wie Franzobel oder Elfriede Jellinek. In Kino- und TV-Filmen wirkte Weichenberger in mehreren Österreichischen Kinofilmen mit.

Michael Walde Berger – Christian Spieler

Michael Walde-Berger, studierte Schauspiel in New York (Lee Strasberg) lebte und arbeitete fünf Jahre in Amerika. In Europa zurück wirkte er bei zahlreichen Theaterproduktionen (u. a. bei Aufführungen von Stücken des Tiroler Dramatikers Felix Mitterer, in englischsprachigen Filmen wie „Frankenstein Night“ mit Donald Sutherland, Julie Delphy, William Hurt und vielen anderen. Zuletzt spielte er in „Klein Eyolf“ von Henrik Ibsen in der Regie des langjährigen Schauspielchefs am Tiroler Landestheater, Klaus Rohrmoser. Michael Walde-Berger verkörperte viele Rollen in TV Fernseh- und Filmproduktionen, sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in Amerika und stand zuletzt im Kinofilm „Vals“ vor der Kamera. Viele werden Michael Walde Berger auch aus Filmen wie TV Krimiserien wie „Tatort“ und „SOKO“ kennen oder aus so bekannten TV Filmserien wie „Die Rosenheim-Cops“ und „Schlosshotel Orth“ oder aus der 2009 gedrehten Neuverfilmung „Sisi“.

Uraufführung des Stückes

„Die Verfolgten“

Von Luis Zagler

mairhofer michaeler foto riki gelfDass es zu diesem Stück kam, ist auf eine ganz besondere Geschichte zurückzuführen. 1991 kam eine 80-jährige Frau zu dem Theaterautor und berichtete ihm von den wahren Begebenheiten aus den Jahren 1792 – 1836, die sie ihm zur Ausarbeitung eines Theaterstückes anvertraute. Wie es dann zur Gründung der Schlossfestspiele kam, ist wiederum eine ganz besondere Geschichte, denn tatsächlich war diesmal zuerst das Stück, bevor es zur Gründung des Vereins und dem Projekt SchlossFestSpiele kam. Inzwischen können wir sagen, dass die SchlossFestSpiele eigentlich erst durch dieses Theaterstück des Dramatikers Luis Zagler zustande kamen.

Das Stück „Die Verfolgten“ spielt in der Zeit zwischen 1792 – 1836 im Vinschgau des damaligen Tirol. Wie wir aus der Geschichte wissen, war das eine sehr unruhige Zeit, ähnlich der unseren. In Frankreich wütete die Französische Revolution, der gleich darauf die Koalitionskriege folgten. Napoleons Kriegsheere gefährdeten die Ordnung Europas, die später dann auch tatsächlich zerbrach. Tirol war durch die Freiheitskriege von 1809 ganz direkt davon betroffen.

In diesen Wirren der Zeit kämpfen im Stück „Die Verfolgten“ zwei junge Menschen um ihre Liebe. Das ist jedoch nur die eine Seite der Geschichte, die im Sommer 2017 auf Schloss Tirol zu sehen sein wird. Denn rund um diese Geschichte der beiden Liebenden werden viel weitreichendere, politische und gesellschaftliche Konflikte thematisiert. Oliver Karbus, der Regisseur der „SchlossFestSpiele“, schreibt dazu in seinem Text: Das Stück erzählt in großen Bildern und mit dramatischer Wucht von der Verfolgung der Protestanten in Tirol, von der Macht der Justiz und der Kirche, von Missgunst und Neid, Flucht und Verfolgung, aber auch von Widerstand, Freundschaft, Hilfe in Not, Menschlichkeit und der Unbesiegbarkeit der Liebe.“

Nicht der Theaterautor sucht den Stoff, sondern der Stoff sucht den Autor!“ hat Friedrich Schiller, der große deutsche Dichter der Klassik einmal gesagt. Das war auch beim Stück „Die Verfolgten“ der Fall. Als der Theaterautor einmal gefragt wurde, was ihn an diesem Thema so fasziniert, antwortete er: Wer meine Stücke Bergbauerntrilogie oder das auf Schloss Goldrain aufgeführte Stück Die Karrner“, Brot oder Entweder – Oder kennt, weiß, dass ich immer wieder von Menschen ergriffen bin, die Unrecht erleiden, während sie als große, starke Persönlichkeiten dieses Unrecht in eine positive Kraft verwandeln. Das ist im Stück „Die Karrner“ so und auch das Stück „Die Verfolgten“ hat dieses Thema zum Inhalt.“

Als Theaterautor“, so schreibt Luis Zagler, „habe ich es schon immer als ein besonderes Vorrecht gesehen, Menschen, die so viel Unrecht erleiden mussten, über meine künstlerische Arbeit postum zu ihrem Recht zu verhelfen, indem ich ihnen eine Stimme gebe, mit der sie aussprechen, was sie im wirklichen Leben nie aussprechen durften.“

Gedanken des Regisseurs zu Luis Zaglers Stück „Die Verfolgten“

2017 07 02 Kostuem und Leseprobe Schlossfestspiele mitteregger mairhofer lackner foto riki gelf

LIEBE IN STÜRMISCHEN ZEITEN

Oliver Karbus

Als ich Luis Zaglers Stück zum ersten Mal gelesen habe, fühlte ich mich wie in einem Sturm. Die ergreifende Geschichte des Naturheilers Serafin Gorfer und die kraftvolle Sprache Zaglers haben mich auf Anhieb leidenschaftlich bewegt.

Der Stoff umfasst ein enormes Spektrum. In Frankreich wütet die Revolution, in Deutschland wächst die Reformation, die Ordnung Europas zerbricht. Und inmitten dieser historischen Umwälzungen kämpfen zwei junge Menschen um ihre Liebe.

Das Stück erzählt in großen Bildern und mit dramatischer Wucht von der Verfolgung der Protestanten in Tirol, von der Macht der Justiz und der Kirche, von Missgunst und Neid, vom Streit um den wahren Glauben, von Flucht und Verfolgung, aber auch von Widerstand, Freundschaft, Hilfe in Not, Menschlichkeit und der Unbesiegbarkeit der Liebe.

Die Parallelen zu unserer Zeit sind unübersehbar. Ich bin begeistert davon, wie Zagler das Kunststück gelingt, diesem historischen Stoff zwingende Aktualität zu verleihen.

Ich freue mich darauf, diese Geschichte mit Sinnlichkeit, Humor, Action und großen Gefühlen zu inszenieren und mit einem Ensemble aus professionellen Schauspielern und Schauspielerinnen und den vielen Amateuren für das Publikum zum Leben zu erwecken.

Oliver Heinz Karbus,

2. 5. 2017

 

2017 07 02 Kostuem und Leseprobe Schlossfestspiele oliver karbus foto riki gelfRegisseur Oliver Heinz Karbus / Kurzbiografie

Geboren 1956 in Bad Ischl, Österreich, Schauspielausbildung in Wien, Engagements in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Ab 1987 Wechsel ins Regiefach. Oberspielleiter am Gostner Hoftheater Nürnberg, 1988 künstlerische Leitung am Volkstheater Fürth, 1997 bis 2001 Oberspielleiter am Landestheater Coburg.

Karbus inszenierte unter anderem an den Staatstheatern Karlsruhe und Nürnberg, Heilbronn, Krefeld-Mönchengladbach, Ingolstadt, Fürth, Landshut, Passau, Kempten, Augsburg, Tiroler Landestheater Innsbruck, etc.

Oliver Karbus´ Übersetzungen von Shakespeare und Sophokles werden im ganzen deutschen Sprachraum gespielt. Als Schauspieler steht Karbus seit vielen Jahren für viele Fernsehproduktionen vor der Kamera, darunter auch in Rollen der so bekannten TV Krimiserie „Tatort“ und „SOKO“.

In Landshut und Bad Ischl, sowie im Radio Salzkammergut hat Karbus eine eigene Lese-Reihe, in welcher er sich vor allem um die Lyrik der Weltliteratur verdient macht.

 

Biographisches zum Theaterautor

Luis Zagler

Der bekannte Dramatiker Luis Zagler wurde in Tirol geboren, studierte Komposition bei Prof. Robert Nessler am Konservatorium in Innsbruck und Vergleichende Weltliteratur am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft bei Prof. Zoran Konstantinovic, Abschluss des Studiums mit Auszeichnung und einer Doktorarbeit über „Shakespeare am Theater in Innsbruck“. In seiner Studienzeit befasste er sich sehr intensiv mit dem „Amerikanische Theater des 20. Jahrhunderts“, dem Musical, „Interdisziplinärer Kunst“ und vor allem mit Shakespeare. Neben einem Bühnenbildseminar bei Starbühnenbildner Günther Schneider-Siemssen in Salzburg, war er auch als Regieassistenz am Tiroler Landestheater in Innsbruck.

Als Theaterautor wurde ihm zweimal das Österreichische Staatstipendium, das sog. “Dramatiker Stipendium” zugesprochen.

Seine literarische Laufbahn begann bereits früh mit der Uraufführung seiner ersten Theaterstücke, von denen bereits das erste von der RAI aufgezeichnet, als Hörspiel produziert und vom Bayerischen Fernsehen verfilmt wurde. Nach seinem Literatur- und Musikstudium erfolgten sehr erfolgreiche Uraufführungen seiner Theaterstücke wie „Brot‘, „Entweder – Oder“ und „Die Karrner“, mit denen er vor allem in Österreich, bei den “Tiroler Volksschauspielen’” und an Theatern in und um Salzburg große Erfolge feiern konnte.

Es folgten Fernsehaufzeichnungen im ORF und eine Verfilmung der RAI. Dazu mehrere CD Aufnahmen mit seinen beiden Töchtern Elisa En Alena und Michaela Zagler, die beide sehr früh durch ihre besondere musikalische Begabungen auf sich aufmerksam machten. Im Bereich der Musik entstanden in der Zeit auch so bekannte Kindermusicals wie „Der Bettler Ohneglück“ und „Waldleben“. Der renommierte Musikverlag Doblinger in Wien übernahm zwei Bände mit Jugendchormusik von Luis Zagler.

Neben Rezensionen in Zeitschriften, Zeitungen und im Rundfunk, gibt es vom Dramatiker Luis Zagler Doktorarbeiten u. a. von Ester Karnutsch, die mit einer Arbeit über den Theaterautor Luis Zagler an der Universität in Trient promovierte.

Kritiker waren ansslich der Aufführungen von Stücken des Theaterautors oft voll des Lobes. So stand z. B. ansslich der Uraufführung des Stückes Brot in der Süddeutschen Zeitung zu lesen: Als sei Samuel Beckett nun auch im Volkstheater angekommen.

Im Kurier schrieb ein Theaterkritiker zur Aufführung von Brot: Ein rasendes, leidvolles Manifest über die Isolation in der Armut, der Einsamkeit, die Menschen verändert, und ein gesamtkünstlerisches Ereignis von gesellschaftspolitischer Brisanz und seltener Schönheit. (...) Die Aufhrung ist ein Gesamtkunstwerk, das neue Maßstäbe setzt.

Ansslich der Aufführungen seiner Stücke in Salzburg stand im Salzburger Fenster über den Theaterautor: Seine Menschen werden immer wieder zu tragischen Symbolgestalten menschlicher Existenz. Sie sind konfrontiert mit den wesentlichen Dingen des Lebensnicht mehr und nicht weniger.

In den Flachgauer Nachrichtenhies: ,,Das Hauptaugenmerk des Theaterautors Luis Zagler gilt immer wieder dieser besonderen Problematik, für deren Umsetzung seine Werke von der begeisterten Kritik schon mit Gerhart Hauptmanns ,,Weberverglichen wurden.

Dieser Thematik widmete sich der Autor auch in den Erzählungen Stories de Vita, die 2015 von Genny Ploner ins Ladinische übersetzt und vom Ladinischen Kulturinsitut als Buch mit vielen besonderen Fotos von Riki Gelf veröffentlicht wurden.

Facebook: https://www.facebook.com/schlossfestpiele/

 

 

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