Q8-Tankstelle in Oberlana (Foto: Walter Wiedenhofer – 23.03.2026)
Diesel über 2 Euro, Familien in Schwierigkeiten: jetzt reicht’s
Diesel hat inzwischen auch im Selbstbedienungsbetrieb stabil die Marke von 2 Euro pro Liter überschritten, während auf der Autobahn beinahe 2,6 Euro erreicht werden. Benzin liegt über 1,8 Euro. Das sind keine normalen Marktschwankungen mehr, sondern eine dauerhafte Belastung, die täglich Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Familien in Südtirol trifft.
Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich direkt auf unsere Geldbörsen aus. Während die Kosten explodieren, bestätigt sich Bozen zwischen 2025 und Anfang 2026 als eine der teuersten Städte Italiens – an der Spitze bei Inflation und Kaufkraftverlust. Hier zu leben wird immer teurer!
Die Prognosen lassen keinen Raum für Illusionen: Die Inflation im Dreijahreszeitraum wird über 6 % liegen (2,6 % im Jahr 2026, 2,0 % im Jahr 2027, 2,1 % im Jahr 2028 – Prognose der EZB). Zahlen, die eine offensichtliche Realität bestätigen: Wir stehen nicht vor einer vorübergehenden Krise, sondern vor einer strukturellen Verschlechterung, die sich weiter verschärfen wird. Es wird immer schlimmer werden.
Angesichts all dessen sind das Schweigen und die Untätigkeit der Institutionen inakzeptabel. Weitere Runden Tische, Analysen oder bloße Absichtserklärungen reichen nicht mehr aus: Es braucht sofortige und konkrete Maßnahmen.
Deshalb bekräftigt AGO mit Nachdruck die bereits im offenen Brief vom 23. Februar erhobene Forderung: den kostenlosen Ausbau des Dienstes „altoadigemobilità Fix365 Pass“ auf die gesamte Südtiroler Bevölkerung.
Für AGO ist das eine Frage der sozialen Gerechtigkeit – keine Option, sondern eine konkrete Antwort auf die steigenden Lebenshaltungskosten.
Es braucht jetzt umgehend ein wirksames Eingreifen, das die Kosten senkt, die Mobilität sicherstellt und den Familien wieder Luft verschafft.
Quelle: https://www.ago-bz.org/de/aktuell/501?b=0

