Hitzewelle in Südtirol prägte den Juni: 2,5 Grad wärmer als im Durchschnitt – Regen beendet lange Trockenheit
BOZEN (LPA). Der Landeswetterdienst hat die Wetterbilanz für den Juni veröffentlicht. Der Monat war insgesamt rund 2,5 Grad Celsius wärmer als der langjährige Durchschnitt und zeigte sich dabei in zwei völlig unterschiedlichen Hälften.
„Der Juni war wettermäßig in zwei Hälften aufgeteilt“, erklärt Meteorologe Dieter Peterlin vom Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung der Agentur für Bevölkerungsschutz. Während die ersten beiden Juniwochen von häufigen Niederschlägen und durchschnittlichen Temperaturen geprägt waren, sorgte die zweite Monatshälfte für eine ausgeprägte Hitzewelle. Insgesamt lagen die Temperaturen um rund 2,5 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel.
Die höchste Temperatur wurde am 27. Juni 2026 in Gargazon mit 37 Grad Celsius gemessen. Am kältesten war es am 4. Juni 2026 in Welsberg, wo das Thermometer auf 2,4 Grad Celsius sank.
Nach mehreren Monaten mit außergewöhnlich wenig Niederschlag brachte der Juni erstmals wieder ergiebigen Regen. „Die Monatsbilanz zeigte über ganz Südtirol gemittelt ein Plus von 50 Prozent“, fasst Peterlin zusammen.
Die aktuelle Hitzewelle geht nun zu Ende. Bereits am 1. Juli 2026 zieht eine Kaltfront mit verbreiteten Niederschlägen über Südtirol und sorgt vorübergehend für eine spürbare Abkühlung. Am 2. Juli 2026 steigen die Temperaturen wieder auf sommerliche Werte von bis zu 33 Grad Celsius.
Das Messnetz des Landes umfasst 95 automatische Wetterstationen, davon 58 im Siedlungsraum und 37 im Gebirge. Die Messdaten stehen ebenso wie die Bilder des Niederschlagsradars in Echtzeit zur Verfügung. Das Radar wird alle fünf Minuten aktualisiert.
Täglich aktualisierte Klimadiagramme ermöglichen zudem den Vergleich der Temperatur- und Niederschlagswerte für Bozen, Auer, Meran, Schlanders, Brixen, Sterzing, Bruneck und Toblach mit den langjährigen Durchschnittswerten. Aktuelle Informationen zur Wetterlage und zur weiteren Entwicklung veröffentlicht der Landeswetterdienst laufend im Onlineportal „Wetter Südtirol“.


