Die oew – Organisation für Eine solidarische Welt gibt seit 2014 die Südtiroler Straßenzeitung zebra. heraus. Heute kamen die Verkäufer*innen im Haus der Solidarität in Milland/ Brixen zum alljährlichen Verkäufer*innentreffen zusammen, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken und den neuen zebra.Ausweis für 2017 abzuholen.

Seit nun mehr drei Jahren bietet die Straßenzeitung zebra. Menschen, die keinen oder nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt haben, eine sinnvolle Tätigkeit und eine kleine Verdienstmöglichkeit. Seit Januar 2016 erscheint zebra. monatlich jeweils am zehnten, mit Doppelausgaben für Juli-August und Dezember-Jänner. Im Haus der Solidarität in Milland, dem Sitz der Herausgeberorganisation oew (Organisation für Eine solidarische Welt) trafen sich heute die Verkäufer*innen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und über die Weiterentwicklung des Projekts zebra. zu reflektieren.

Georg Hofer ist bei der oew für den Vertrieb der Straßenzeitung zuständig und steht in ständigem Kontakt mit den Verkäufer*innen. Er sagt: „Wir sind sehr darum bemüht, Anliegen und Rückmeldungen bezüglich zebra. aus der Bevölkerung und den Gemeinden aufzugreifen, um einen möglichst reibungslosen Vertrieb der Straßenzeitung zu gewährleisten.“ Während des Treffens bot sich die Möglichkeit, sowohl positive als auch negative Vorkommnisse der vergangenen Monate zu thematisieren. Mit dabei war auch ein Vertreter der Stadtpolizei Brixen, der sich mit den Anwesenden darüber austauschte, wie der Verkauf von zebra. zu einem friedlichen Zusammenleben in Südtirol beitragen kann.

Zwölf Frauen und 54 Männer zwischen 18 und 66 Jahren sind derzeit bei der oew als zebra.Verkäufer*innen registriert. Sie kommen aus Nigeria, Rumänien, Marocco, Bangladesch, Indien, Liberia, Äthiopien, Bulgarien, Burkina Faso, Deutschland, Guinea Bissau, Iran, Italien, Moldawien, Pakistan, Somalia und Südtirol. Beim Treffen in Milland wurde der neue, blaue zebra.Ausweis für das Jahr 2017 vorgestellt und den Verkäufer*innen überreicht. Erkennbar an ihrem Ausweis sind sie Tag für Tag in ganz Südtirol unterwegs und verkaufen die Straßenzeitung zum Preis von zwei Euro: Davon geht ein Euro in die Produktion, ein Euro bleibt ihnen.

„Das heutige Treffen schafft Raum für verschiedene Fragestellungen und für neue Ideen, auf die wir aufbauen und so gemeinsam den Verkauf von zebra. optimieren möchten“, sagt oew-Geschäftsführer Matthäus Kircher, „wie die Inhalte der Straßenzeitung, so lebt auch ihr Vertrieb von den vielfältigen Begegnungen“, so Kircher weiter. Für Begegnungen sorgten im vergangenen Jahr insbesondere die elf zebra.Aktionen: „Jeweils am Erscheinungstag der Straßenzeitung stattete ein Team von zebra. einer Gemeinde Südtirols einen Besuch ab“, erklärt Redaktionsleiterin Lisa Frei. So fanden in Klausen, Brixen, Kastelruth, Sarnthein, Lana, Bruneck, Neumarkt, Bozen, Sinich und Vahrn jeweils am 10. eines Monats um 10 Uhr zebra.Aktionen statt, die umrahmt von verschiedenen künstlerischen Aktionen die Zeitung und ihre Verkäufer*innen vorstellten und den Menschen näherbrachten.

Die nächste Ausgabe der Straßenzeitung erscheint am 10. Februar. Inhaltlich will zebra. auch 2017 weiterhin den Blick auf gute Nachrichten lenken, auf aufbauende Geschichten, auf kleine Taten mit großer Wirkung und auf beispielgebende, anderslebende, besondere Menschen. Die Redaktion der Straßenzeitung besteht aus einer hauptamtlichen Mitarbeiterin und aus über 30 engagierten Freiwilligen, die Monat für Monat die Zeitung mit Texten, Grafiken und Fotos bestücken. Ohne ihre ehrenamtliche Mitarbeit wäre die Realisierung der Straßenzeitung nicht möglich.