(LPA) – Die Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen entwickeln sich weiterhin positiv und stabil.
Zu diesem Ergebnis kam die „Zentrale Einheit für die Verwaltung der Gesundheitsversorgung“ bei ihrer jüngsten Sitzung mit Gesundheitslandesrat Hubert Messner am 27. April 2026
Gemeinsam mit der Task Force des Sanitätsbetriebs bildet dieses Gremium den strategischen Steuerungstisch des Landes, um Wartezeiten gezielt zu reduzieren und Maßnahmen zu koordinieren.
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Positive Bilanz: Mehr Leistung bei höherem Druck
Ein zentraler Indikator für den Erfolg ist der Angebotsindex. Er gibt an, wie viele Termine innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fristen vergeben werden konnten.
Der Vergleich der ersten Quartale (Januar bis März) zeigt eine deutliche Aufwärtstendenz über die letzten drei Jahre:
| Leistungskategorie | Frist | 2024 | 2025 | 2026 |
| Prioritär (P) | 10 Tage | 71 % | 77 % | 86 % |
| Aufschiebbar (D) | 30/60 Tage | 69 % | 81 % | 81 % |
| Programmiert (P) | 120 Tage | 80 % | 86 % | 89 % |
Besonders beeindruckend: Dieser Erfolg gelang trotz einer deutlich gestiegenen Nachfrage. Die Terminanfragen kletterten im Vergleichszeitraum von 144.000 (2024) auf über 156.000 (2026) – ein Plus von fast 10 Prozent.
„Die Entwicklung ist eindeutig: Die Wartezeiten sinken nachhaltig. Dass wir trotz der Mehrbelastung eine stabile Verbesserung erreichen, beweist, dass unsere Maßnahmen greifen“, betont Landesrat Hubert Messner.
Strategisches Maßnahmenpaket zeigt Wirkung
Das Ressort für Gesundheit führt die Fortschritte auf ein Bündel an strategischen Schritten zurück. Dazu gehören eine optimierte Terminsteuerung sowie die gezielte Ausweitung des Leistungsangebots. Laut Messner ist vor allem das enge Zusammenspiel zwischen der Zentralen Einheit und der betrieblichen Task Force entscheidend für die konsequente Umsetzung im Sanitätsbetrieb.
Führungswechsel: Elisabeth Montel neue RUAS
Im Zuge der Sitzung wurde eine wichtige Personalentscheidung getroffen: Elisabeth Montel, Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen, wurde zur neuen einheitlichen Verantwortlichen für die Gesundheitsversorgung (RUAS) ernannt.
Diese Funktion wurde durch ein staatliches Dekret geschaffen, um die Einhaltung der Versorgungsstandards und Wartezeiten landesweit zu überwachen und zu steuern. Montel folgt auf Pierpaolo Bertoli, der in den Ruhestand tritt. Als Stellvertreterin wurde Roberta Vanzetta bestätigt.
red/pir

