Die aus Gröden stammende Choreografin löst mit neun Performer:Innen die klassische Trennung zwischen Bühne und Publikum auf – zu sehen in Meran, Bozen und St. Ulrich. Die Tanzperformance handelt von Nähe, Wahrnehmung und dem feinen Gleichgewicht zwischen Individuum und Gemeinschaft: Publikum und Darsteller:Innen teilen sich denselben Raum, in dem Blicke, Atem und kleinste Verschiebungen selbst zur Choreografie werden. Im Anschluss an die Aufführung in Meran gastiert die Produktion am 9. Oktober im NOI Techpark Bozen und am 11. Oktober im Luis Trenker Saal in St. Ulrich. Derzeit laufen die intensiven Proben in Meran.
Termine und Spielorte
- Oktober, 20:00 Uhr – KiMM, Meran/Merano (ital. Erstaufführung, offizielle Festivaleröffnung)
- Oktober, 20:00 Uhr – NOI Techpark (Kranhalle), Bozen/Bolzano
- Oktober, 18:00 Uhr – Luis Trenker Saal, St. Ulrich/Ortisei
Über die Produktion
Kostner löst in „Up Close“ bewusst die klassische Frontalbühne auf und schafft ein lebendiges Erlebnisfeld, in dem Aufmerksamkeit, Resonanz und Beziehung im Mittelpunkt stehen. Zwischen Fragilität und Kraft entsteht so ein vielschichtiger choreografischer Organismus: Individuelle Stimmen und Bewegungsabläufe bleiben sichtbar, verdichten sich aber zu einem präzise komponierten, kollektiven Körpergefüge. Auf der Bühne stehen neun Darsteller:Innn – größtenteils aus Südtirol und dem Trentino stammend, beruflich jedoch vor allem außerhalb der Region tätig: Giorgia Calliari, Elsbeth de Boer, Stefania Bertola, Thea Malfertheiner, Maicol Mariz, Riccardo Meneghini, Mirjam Plank, Miriam Taschler und Paola Zadra.
Entwickelt wurde die Produktion in Zusammenarbeit mit der ArtEZ University of the Arts (Arnheim, NL), im Rahmen des Programms „Artist Educator in Dance Finals 2024“. Produziert wird „Up Close“ von Tanzschmiede/Fucinadanza (Martina Marini) und IDEA-tanztheaterperformance (Doris Plankl). Für die Originalmusik und das Sound Design zeichnet Erwin Tuijl verantwortlich, das Lichtdesign stammt von ArtEZ, die Kostüme von Tanzschmiede/Fucinadanza. Als „Outside Eye“ begleiteten Sanne Clifford, Jordi Ribot Thunnissen und Martina Marini den Entstehungsprozess; die Fotos stammen von Karlheinz Sollbauer.
Über Anastasia Kostner
Die Grödnerin Anastasia Kostner lebt und arbeitet als Choreografin, Tänzerin und somatische Praktikerin in Amsterdam. Sie wurde unter anderem an der Laban in London und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ausgebildet und ist international als Performerin, Lehrende und Choreografin tätig. Ihre Arbeiten erforschen Nähe, Wahrnehmung und kollektive Präsenz und verbinden Choreografie, Improvisation und körperbasierte Praktiken.
Über das Festival
Alps Move 2026 läuft unter dem Motto „Finding Balance in Uncertain Times“ vom 2. bis 28. Oktober an fünf Spielorten in Südtirol – Lana, Meran, Bozen, St. Ulrich und im Kloster Neustift – und vereint 19 neue Produktionen internationaler und lokaler Choreograf:Innen, fast alle davon erstmals in Südtirol zu sehen. Veranstalter ist das Tanzkollektiv Südtirol, künstlerische Koordination: Doris Plankl und Martina Marini.



