Edyna: Treffen zu europäischem Projekt SmartNet in Südtirol

by Radio Sonnenschein

Treffen_SmartNetZu einem ersten Koordinierungstreffen haben sich die italienischen Teilnehmer des europäischen Forschungsprojekts SmartNet vergangene Woche in Sand in Taufers getroffen. Organisiert wurde das Treffen von Edyna, der Stromverteilungsgesellschaft von Alperia, die von Terna Rete Italia, dem Betreiber des nationalen Hochspannungsnetzes, als Partner ausgewählt wurde. Am Treffen teilgenommen haben auch Unternehmen aus dem Bereich Telekommunikation, wie Selta und Siemens Italia.

SmartNet ist ein europäisches Projekt, an dem 22 Partner aus Forschung und Industrie aus neun Ländern arbeiten. Im Rahmen des Projekts werden drei Pilotprojekte in Italien, Dänemark und Spanien durchgeführt. Dabei werden verschiedene Testplattformen installiert und zahlreiche Daten zur Stromverteilung gesammelt, um sie zu analysieren und untereinander zu vergleichen. Das italienische Projekt zielt darauf ab neue Systeme zu prüfen, um die Interaktion zwischen Terna Rete Italia und Edyna bei der Verwaltung des Informationsaustauschs zur Überwachung und Übernahme von Systemleistungen für einen reibungslosen Stromnetzbetrieb (wie Ausgleich und Spannungsregelung oder Verwaltung der Hochspannungsnetz-Überlastungen, die in der Provinz Bozen manchmal vorhanden sind) zu verbessern.

Bei dem zweitägigen Treffen in Südtirol ging es darum, die Forschungstätigkeit für das italienische Pilotprojekt zu koordinieren und erste Schritte festzulegen. Als Modellzone wurden die Primärkabine – die Anlage, welche Hochspannungsenergie in Mittelspannung umwandelt – in Mühlen in Taufers mit dem angeschlossenen Mittelspannungsnetz von Edyna sowie das Umspannwerk von Terna, an welches zwei von Alperia betriebene Wasserkraftwerke angeschlossen sind, ausgewählt. Das Gebiet eignet sich sehr gut, weil die dezentrale Stromerzeugung stark verbreitet ist.

SmartNet wird von der Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) der Europäischen Kommission im Zuge des europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ finanziert. Das Projekt ist im Jänner 2016 gestartet und auf drei Jahre ausgelegt.

 

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